- Habt ihr Cases aus meiner Branche?
- Wir haben in über 20 Jahren Projekte in fast allen B2B-Branchen umgesetzt — Handwerk, Maschinenbau, Industriezulieferer, E-Commerce, Beratung, Heilberufe, Gastronomie, Vereine. Wenn deine Branche nicht im sichtbaren Portfolio auftaucht, frag im Erstgespräch konkret nach — wir können oft auf Anfrage Cases zeigen, die wir aus Kundenwunsch nicht öffentlich auf der Site darstellen. Wichtiger als „genau dieselbe Branche schon mal gemacht” ist die Frage, ob die Anforderungs-Logik vergleichbar ist: Lead-Generierung, Produkt-Präsentation, Online-Shop, Buchungssystem. Eine Maschinenbau-Site und eine Coaching-Site teilen mehr DNA als man denkt.
- Warum sind manche Cases anonym?
- Drei Gründe sind in der Praxis am häufigsten: Erstens NDAs — manche Konzern- oder Mittelstandskunden haben standardmäßige Geheimhaltungsklauseln, die öffentliche Referenznennung verbieten. Zweitens Wettbewerbsschutz — gerade in regionalen B2B-Märkten will der Kunde nicht, dass Mitbewerber die exakte Marketing-Strategie analysieren können. Drittens persönliche Präferenz des Inhabers, der einfach nicht öffentlich erscheinen möchte. In allen drei Fällen können wir dir auf Wunsch im Erstgespräch unter Vier-Augen den realen Kunden nennen und konkret erklären — vorausgesetzt, der Kunde stimmt zu.
- Kann ich mit euren Bestandskunden sprechen?
- Ja. Auf Anfrage stellen wir den Kontakt zu zwei bis drei Bestandskunden her, die seit mehreren Jahren mit uns arbeiten und bereit sind, offen über die Zusammenarbeit zu sprechen. Unsere Empfehlung: nicht das frischeste Projekt fragen, sondern eines, das seit 3-5 Jahren läuft. Das sagt mehr aus über Wartungsqualität, Reaktionszeiten und langfristige Verlässlichkeit als ein gerade frisch gelaunchtes Projekt. Eine Webagentur, die diese Frage ablehnt oder ausweicht, hat entweder keine zufriedenen Kunden — oder keine, mit denen sie eine Beziehung gut genug für ein offenes Gespräch hat.
- Wie alt sind eure neuesten Cases?
- Die jüngsten sichtbaren Cases im öffentlichen Portfolio sind aus 2024-2025. Wir launchen pro Jahr durchschnittlich 8-12 größere Projekte und betreuen daneben rund 40-50 laufende Bestandskunden. Wir zeigen bewusst nicht jeden Launch öffentlich — manchmal wegen NDA, manchmal weil der Kunde noch in der Inhalts-Befüllung ist und die Site nicht vorzeigereif findet. Wenn du Interesse an aktuellen Live-Beispielen hast, die nicht im Portfolio sind, fragen wir den entsprechenden Kunden gern, ob wir dir die Site im Vier-Augen-Termin zeigen dürfen.
- Habt ihr internationale Cases?
- Unser Schwerpunkt ist der deutschsprachige Raum — Deutschland, Österreich, Schweiz. Mehrsprachige Sites haben wir mehrfach umgesetzt, typischerweise Deutsch/Englisch oder Deutsch/Französisch, in einzelnen Fällen auch mit fünf oder mehr Sprachen für Mittelstandsexporteure. Reine internationale Konzern-Projekte (zum Beispiel ein 15-Sprachen-Roll-out für eine globale Marke) sind nicht unser Kernbereich — dafür sind größere Boutique-Agenturen mit eigenen Übersetzungs- und Lokalisierungs-Teams besser aufgestellt. Wenn du im DACH-Raum unterwegs bist und ein bis drei Zusatzsprachen brauchst, sind wir genau richtig.
- Wo kommen eure Performance-Daten her?
- Drei Quellen, je nach Kennzahl: Erstens Google Search Console für organische Sichtbarkeit, Klicks und Rankings — die offizielle Quelle, nicht aus Drittanbieter-Tools geschätzt. Zweitens Google Analytics 4 oder Matomo für Conversion- und Engagement-Daten, jeweils mit Vorher-Nachher-Vergleich aus identischen Zeitfenstern. Drittens PageSpeed Insights und Lighthouse für Core-Web-Vitals und Ladezeiten. Wir geben Bandbreiten an („+30-50 %” statt „exakt +43,7 %”), weil sich Daten je nach Saison und Zeitraum ändern und exakte Punktwerte oft Genauigkeit suggerieren, die nicht da ist. Im Erstgespräch zeigen wir dir auf Wunsch die echten Original-Screenshots aus Search Console und Analytics.
- Macht ihr nur WordPress?
- Nein, wir sind technologie-agnostisch. WordPress ist für etwa 40 % unserer Projekte das richtige Tool, weil es für Content-getriebene KMU-Sites mit moderater Komplexität die beste Mischung aus Flexibilität, Pflegbarkeit und Kosten bietet. Daneben arbeiten wir mit JTL-Shop und JTL-Wawi für ERP-integrierten E-Commerce, mit Shopware für komplexere Shop-Anforderungen, mit TYPO3 für Konzerne und Verbände, und mit Next.js für performance-kritische Marketing-Sites — wie zum Beispiel diese hier. Welcher Stack passt, hängt vom Projekt ab. Wenn dir jemand pauschal „WordPress ist die einzig richtige Lösung” sagt, verkauft er Werkzeug, nicht Lösung.
- Was, wenn ich kein vergleichbares Beispiel im Portfolio sehe?
- Das passiert öfter, weil wir nicht jedes der etwa 40 aktiven Bestandsprojekte öffentlich auflisten. Drei Optionen: Erstens — frag konkret nach. „Habt ihr schon mal eine Website für [meine Branche] gemacht?” beantworten wir im Erstgespräch ehrlich, auch wenn die Antwort manchmal Nein ist. Zweitens — schau auf die Anforderungs-Logik statt die Branche. Eine Lead-Generierungs-Site funktioniert für Steuerberater, Anwälte und Architekten technisch fast identisch, auch wenn die visuelle Sprache unterschiedlich ist. Drittens — wenn die Anforderung wirklich Spezialwissen verlangt (regulierte Branchen, sehr spezifische Schnittstellen), verweisen wir dich an einen passenderen Dienstleister. Wir nehmen lieber kein Projekt an als eines, bei dem wir nicht der richtige Partner sind.
- Was ist der Unterschied zwischen Portfolio und Case-Study?
- Ein Portfolio ist eine Liste — kompakte Übersicht über viele Projekte mit Bild, Titel und einem Satz Kontext. Eine Case-Study geht in die Tiefe: 800-1.500 Wörter zu einem einzelnen Projekt, mit Briefing, Lösungsweg, Tech-Stack, Hindernissen, Ergebnissen und idealerweise einem O-Ton vom Kunden. Beides hat seine Berechtigung. Wer nur ein Portfolio ohne Case-Studies hat, verkauft Optik. Wer nur Case-Studies ohne Portfolio hat, schreibt Aufsätze. Eine ausgewogene Webagentur zeigt beides — eine durchsuchbare Projektliste plus eine Handvoll tiefergehender Case-Studies zu Projekten, die exemplarisch für ihre Arbeitsweise stehen.
- Wie aktuell muss ein Portfolio sein?
- Faustregel: Mindestens ein Drittel der gezeigten Cases sollte aus den letzten 18 Monaten stammen. Webdesign hat sich technisch zwischen 2019 und 2026 fundamental verändert — Core Web Vitals als Rankingfaktor, BFSG-Pflicht, AI-Crawler, Mobile-First-Indexing, neue Frameworks. Eine Agentur, deren neuste Projekte aus 2021 sind, arbeitet möglicherweise noch mit überholtem Tech-Stack. Andererseits: Wenn ein Projekt seit 2018 stabil läuft und immer noch performt, ist das auch eine Aussage — Langlebigkeit ist ein Qualitätsmerkmal. Wichtig ist die Mischung: aktuelle Cases als Beweis, dass die Agentur am Ball ist, plus ein paar Langzeit-Beispiele als Beweis, dass die gebauten Lösungen auch nach Jahren funktionieren.